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thoughts > differenziertheit

und wieviel differenziertheit verträgst DU?

hab ich mich nach der heutigen psychologie vorlesung (sozialpsychologie) gefragt. ich werd versuchen die vorgeschichte zu dem gedanken und die volle tragweite zu erläutern.

wie erwähnt, vorlesung sozialpsychologie. heute ging es unter anderem um attribution. in diesem zusammenhang bedeutet das ob wir die gründe für das verhalten eher den inneren (internen) umständen der person zuschreiben (z.b. hat es immer eilig weil er/sie durch die gegend rennt) oder eher externen einflüssen zuschreiben (rennt durch die gegend weil er/sie unbedingt zum flugzeug muss). tatsächlich neigen menschen im durschnitt bei diesen einschätzungen zu folgenden fehlern:

* fundamental attribution error
tendenz interne gründe bei anderen personen zu überschätzen und externe eher zu ignorieren

* actor-observer effect
tendenz eigenes verhalten durch externe gründe zu rechtfertigen, bei anderen aber eher interne gründe zu finden >du bist gefallen, ich bin gestossen worden<

* self-serving bias
tendenz für erfolg lob einzustreichen und für fehlschläge die umwelt verantworlich zu machen

find ich schon wieder mal schön wie treffend die psychologie hier sachen formuliert hat, die wir im prinzip alle wissen, die aber doch auf mich immer stärker wirken wenn man sie so klar strukturiert präsentiert kriegt. ok, der punkt ist jetzt folgender: an dieser stelle fragt man sich natürlich nach dem grund für diese sozusagen vorprogrammierten fehler der menschen. oft kommen hier evolutionäre faktoren zur sprache, und manches mag durchaus sinnvoll sein, z.b. schützt das self-serving bias die eigene person (bzw. das selbstbewusstsein). tatsächlich ist es mehr als das, denn:

all diese fehleistungen treten deutlich stärker in westlichen (individualistischen) gesellschaften auf als in östlichen (kollektivistischen) gesellschaften auf.

hat mich verwundert und ist mir noch immer nicht ganz klar. ok, es ist wohl so dass in unserer kultur gerne nach schuld gesucht wird und die ist eben einfacher in den personen zu finden als im umfeld. auch ich muss sagen dass ich die sachen a la >sein umfeld hat ihn zum mörder gemacht< nicht gerne mag und ich lieber die schuld dem mörder gebe. entweder man will damit die eigene entscheidungsfreiheit oder die gesellschaft als solches in schutz nehmen. man sucht allgemein nach den einfachen erklärungen, weils eben schneller, einfacher und bequemer ist. die professorin hat es auch so erklärt: als kind ist alles schwarz-weiss, es gibt eben die eltern/erwachsene als helden, und irgendwelches böses (drogen, verbrecher,... ). mit dem erwachsenwerden sollte man das ganze etwas differenzierter sehen lernen, tun aber bei weitem nicht alle. unsere professorin hat eine gewagte these (die wohl auch wieder zu einfach ist) aufgestellt: einfache leute sind auch einfacher zu handhaben (zu >handeln< (engl.) hat sie gemeint) und somit legt unser herr staat usw. auch keinerlei augenmerk drauf in der schule z.b. eben ein differenziertes denken zu fördern.

soweit, so schlecht. ich komm langsam mal zum ende, obwohl das thema noch lange nicht erschöpft ist. nur eins noch um den kreis zu schliessen: mir fallen selber 1000 beispiele ein wo auch ich mir ein schnelles einfaches urteil mache. mein gehirn wäre mit der vollständigen verarbeitung aller aspekte warum jemand jetzt das tut, was ihn dazu gebracht hat oder welche ursachen das hat einfach völlig überfordern und mein verstand hat ganz einfach wichtigeres zu tun als alles aus jedem blickwinkel zu betrachten.

und jetzt da ihr bis hier gelesen habt seid ihr der antwort oder zumindest der frage näher:

und wieviel differenziertheit verträgst DU?




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from phloww, on 09-09-04 00h
ganz wenig, da bin ich ehrlich